Ein People-Pleaser ist jemand, der alles daransetzt, anderen zu gefallen und ihre Erwartungen zu erfüllen. Dieser Drang geht oft so weit, dass eigene Bedürfnisse und Wünsche komplett in den Hintergrund geraten. Klingt erstmal nett und rücksichtsvoll, oder? Aber hier kommt der Haken: People-Pleaser opfern ihre eigene Zufriedenheit und Gesundheit, um andere glücklich zu machen.
Wenn du dich jetzt fragst: Bin ich ein People-Pleaser? Hier ein kurzes Selbst-Quiz:
Wenn du ehrlich zu dir warst und diese Fragen mit “Ja” beantwortet hast, dann bist du hier genau richtig!
Der Weg zum People-Pleaser ist meist kein bewusster, sondern ein schleichender Prozess, der oft in der Kindheit beginnt. Wenn Kinder zum Beispiel nur dann gelobt werden, wenn sie alles richtig gemacht haben, lernen sie, dass man Liebe und Anerkennung nur dann bekommt, wenn man macht, was von ihnen gewollt wird. Durch die gesellschaftlichen Normen wird besonders Mädchen und Frauen beigebracht, dass man immer nett und rücksichtsvoll sein sollte. Das führt dazu, dass Mädchen und Frauen sich eher verbiegen, um gemocht zu werden. Außerdem tragen negative Erfahrungen wie Mobbing oder Ausgrenzung verstärkt dazu bei, dass man ein People-Pleaser wird, da die Betroffenen oft alles dafür tun, um gemocht zu werden und die Grenzen zwischen Freundschaft und Ausnutzen verschwimmen. Natürlich haben manche Menschen auch einfach von Natur aus eine empathischere und harmoniebedürftige Persönlichkeit, was sie anfälliger für das People-Pleasing macht.
Nein zu sagen, ist für einen People-Pleaser fast wie ein unbezwingbarer Marathonlauf. Warum? Weil sie Angst haben, jemanden zu enttäuschen oder nicht mehr gemocht zu werden. Aber keine Sorge, Nein-Sagen kann man lernen!
Hier ein paar Tipps, um den ersten Schritt in Richtung "Nein" zu machen:
“Nein” zu sagen ist kein Zeichen von Schwäche oder Egoismus, sondern eine notwendige Fähigkeit, um gesund und glücklich zu bleiben.
Der erste Schritt zur Veränderung ist, das Problem zu erkennen. Frage dich, warum du so stark das Bedürfnis hast, anderen zu gefallen. Welche Ängste und Unsicherheiten stecken dahinter? (Tipp: Journaling kann hier sehr hilfreich sein). Arbeite an deinem Selbstwertgefühl. Erkenne, dass du wertvoll bist, auch ohne die wiederkehrende Bestätigung anderer. Self-Care und ein positives Umfeld können dir dabei helfen, deine Confidence wieder aufzubauen. Manchmal ist es hilfreich, sich professionelle Unterstützung zu holen, sei es durch einen Therapeuten oder auch einfach ein Gespräch mit Freunden oder Familie. Sie können dir dabei helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und deine eigenen Grenzen zu erkennen. Und zuallerletzt, üben, üben, üben. Setze dir das Ziel, regelmäßig “Nein” zu sagen, auch wenn es am Anfang schwer ist. Mit der Zeit wird es dir leichter fallen, und du wirst merken, dass die Welt nicht untergeht, wenn du einmal nicht zustimmst.
Was nehmen wir mit? Der Drang, es allen recht machen zu wollen, kann einen hohen Preis haben. Aber mit ein wenig Übung und Selbstliebe kannst du lernen, deine eigenen Bedürfnisse zu priorisieren und ein gesünderes, glücklicheres Leben zu führen. Du bist wertvoll – ganz unabhängig davon, ob du es allen recht machst oder nicht!
Euer w wie weiblich Team
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