Lachen ist ein Reflex des Körpers und als solchen können wir ihn nicht immer steuern. Während Humor dabei ebenfalls eine Rolle spielt, ist dieser jedoch keine Grundvoraussetzung, um häufig lachen zu können. Denn als Charaktereigenschaft kann sich Humor von Mensch zu Mensch in seiner Ausprägung unterscheiden. Doch welche Rolle spielen Humor und Lachen im Hinblick auf Schmerzempfinden? Studien zeigen, dass Humor die individuelle Schmerztoleranz nach oben verschieben kann, sodass Schmerzen erträglicher werden. Erste Theorien begründen diese Wirkung mit einer durch das Lachen freigesetzten Entspannung, welche die Schmerzen in den Hintergrund treten lässt.
Lachen macht glücklich! Und was machen die Hormone? Wenn wir lachen, werden Endorphine ausgeschüttet. Die Bezeichnung „Glückshormon“ ist dabei vielen ein Begriff und das nicht grundlos. Bekannt sind Endorphine meist für ihre stimmungsaufhellende Wirkung. Eine weitere Wirkung, welche jedoch seltener bekannt ist, ist die Schmerzlinderung. Dabei binden die Hormone an spezielle Rezeptoren im Gehirn und blockieren die Freisetzung von Substanzen, welche die Schmerzsignale übertragen. Im Gegenzug werden Gefühle wie Wohlbefinden und Freude gefördert. Die Ausschüttung der Glückshormone hat einen weiteren Nutzen: Stresshormone wie Cortisol werden abgebaut. Darauf kann die entspannende Wirkung von Lachen zurückgeführt werden.
Das Immunsystem schützt uns vor Krankheitserregern, Schadstoffen, oder krankmachenden Zellveränderungen. Wie soll bei der körpereigenen Abwehr nun ein Kichern helfen? Eine Studie aus dem American Journal of the Medical Sciences weist darauf hin, dass unser Immunsystem vom Lachen profitieren kann. Dabei steigt die Aktivität und Anzahl einiger Immunzellen, beispielsweise der Killerzellen, die für die Erkennung entarteter oder infizierter Zellen zuständig sind und diese zerstören können. Damit sich der Körper ausreichend schützen kann, ist er außerdem auf Antikörper angewiesen. So konnte im Rahmen der Studie ein Anstieg von Antikörpern der Immunglobulin-Klasse A festgestellt werden, welche beispielsweise in den Schleimhäuten im Mund, der Lunge oder dem Darm vorkommen und zur Schutzbarriere gegen Erreger beitragen. Zu guter Letzt kann Lachen sogar bei der Bekämpfung von Virusinfektionen unterstützen! Dabei hilft das freigesetzte Gamma-Interferon.
Nicht nur das Immunsystem profitiert von einem herzhaften Lacher, denn starkes Lachen versorgt den Körper zusätzlich mit Sauerstoff! Durch die intensive Atmung und den damit einhergehenden starken Gasaustausch, reichert sich das Blut, besonders in der Lunge, mit Sauererstoff an. Wenn wir aus vollem Herzen lachen, verstärken sich die Verbrennungsvorgänge des Körpers und der Fettstoffwechsel wird angeregt sowie Cholesterin ausgeschieden. Bei diesem Vorgang wird Kohlensäure als Abfallprodukt ausgestoßen und die vorrätige Luft aus der Lunge beinahe vollständig entleert. Auch die Luftwege werden befreit und störendes Sekret abgetragen.
Ist etwas besonders lustig, kann es beim Lachen durchaus auch einmal zu einer schnapphaften Atmung kommen. Man kennt es – Das hysterische Gelächter führt schnell zur Luftnot und das Herz fängt an, schneller zu schlagen. Doch keine Sorge: Die tiefe Atmung während eines „Lachanfalls“ hat einen positiven Nutzen. So nimmt der Körper dreimal so viel Sauerstoff auf wie normalerweise! Der Puls erhöht sich, wodurch der Blutdruck steigt. Sobald wir uns wieder beruhigt haben, verlangsamt sich der Herzschlag. Dadurch entspannt sich die Muskulatur der Arterien und der Blutdruck sinkt wieder. Dieser Prozess wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus!
Die Auswirkungen von Lachen auf den Körper können vielfältig sein. Ob gut für die Gesundheit oder einfach nur entspannend - So oder so gilt: Lachen tut gut! Also sollten wir es alle vielleicht viel häufiger tun.
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