Klingt vertraut? Für viele Frauen in Deutschland ist das eine tägliche Realität: Du jonglierst zwischen Pflichten, Verantwortung und dem ständigen Anspruch, in jeder Rolle perfekt zu funktionieren. Und als wäre das nicht genug, wird von Frauen oft erwartet, die „Kümmerer“ zu sein – sei es in der Familie, im Freundeskreis oder im Job. Diese sogenannte „mentale Last“ kann extrem belasten, weil du dich nicht nur um alles kümmern musst, sondern auch emotional für andere da bist. Häufig bleibt dabei keine Zeit, an dich selbst zu denken.
Dabei ist die Balance zwischen den unterschiedlichen Lebensbereichen das A und O. Beispielsweise der AXA Mental Health Report 2024 zeigt, dass sich fast 60% der Frauen durch diese Rollenvielfalt überfordert fühlen. Besonders junge Frauen kämpfen damit, die eigene Unabhängigkeit und Karriere auszubauen, ohne dass ihre mentale Gesundheit leidet. Es ist absolut okay, auch mal „Nein“ zu sagen, Prioritäten zu setzen und dir Pausen zu gönnen.
Der AXA-Report weist außerdem auf, dass soziale Medien bei jeder dritten Frau die mentale Gesundheit negativ beeinflussen. Vielleicht kennst du es auch: Du öffnest Instagram und siehst ein perfektes Bild nach dem anderen – makellose Haut, durchtrainierte Körper und scheinbar perfekte Leben mit einem perfekt durchgeplanten Alltag. Was Social Media oft zeigt, sind aber nur Momentaufnahmen, die selten der Realität entsprechen. Leider führt der ständige Vergleich häufig zu einem unrealistischen Selbstbild und kann das Selbstwertgefühl ziemlich beeinflussen. Viele Frauen – besonders jüngere – entwickeln durch Social Media den Eindruck, dass sie in allen Lebensbereichen perfekt sein müssten. Dieser Eindruck wird schnell von Influencerinnen und Influencern bestärkt, welche dem Anschein nach ein unerreichbares und makelloses Leben führen. Dass Profile wie diese dabei meist als Werbeplattform dienen und nicht immer das Leben der Influencer widerspiegeln, sollte dabei aber nicht vergessen werden.
Wenn du merkst, dass dir das Scrollen durch Instagram und Co. nicht guttut, ist das völlig normal. Versuche, dir Pausen zu gönnen, dich weniger mit anderen zu vergleichen und dir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass die „perfekte Welt“ im Feed oft nicht die echte ist.
Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen sind längst keine Seltenheit mehr, vor allem unter jungen Frauen. Die Gründe sind vielfältig: Ein wichtiger Faktor sind hormonelle Schwankungen, die die Stimmung beeinflussen und das Risiko für Depressionen und Angstzustände erhöhen können. Diese biologischen Einflüsse treffen zeitgleich auf eine Lebensphase voller neuer Herausforderungen: Karriereanfang, Selbstfindung und das Navigieren durch soziale Erwartungen setzen junge Frauen unter großen Druck. Dabei stehen eben gerade junge Frauen oft noch am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn und versuchen gleichzeitig, Freundschaften und Partnerschaften zu pflegen. Dieses Streben nach Balance zwischen beruflichen und privaten Anforderungen kann erdrückend sein – besonders in einer Gesellschaft, in der Perfektion und Selbstoptimierung häufig auf der Tagesordnung stehen. Auch der gesellschaftliche Wandel trägt dazu bei, dass viele Frauen sich überfordert fühlen. Der Anspruch, alles gleichzeitig zu meistern, ist vielen nicht fremd und über psychische Probleme zu sprechen, stellt für die eine oder andere eine Herausforderung dar. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass es okay ist, wenn du dich überfordert fühlst oder manchmal einfach nicht mehr kannst. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke!
Viele Wege führen nach Rom! Die Möglichkeiten, wie du dich mental stärken und besser auf dich achten kannst, sind vielfältig. Ein großes Plus: Frauen finden sich oft in starken Netzwerken wieder. Freundschaften können in schwierigen Zeiten eine wertvolle Unterstützung sein und der Austausch mit anderen kann dir zeigen, dass du nicht allein bist. Aber es gibt noch mehr, was du tun kannst, um für dich selbst zu sorgen:
Die mentale Gesundheit von Frauen in Deutschland ist ein Thema, das mehr Beachtung verdient. Insbesondere junge Frauen kennen oftmals das Gefühl von Überforderung und Druck. Doch durch offene Gespräche, Unterstützung im Freundeskreis und gezielte Selbstfürsorge können wir uns gegenseitig helfen, diesen Druck zu reduzieren. Es ist wichtig, dass du dich daran erinnerst, dass es keine Schwäche ist, auf sich selbst zu achten und sich Pausen zu gönnen. Mit einer Community, die auf Offenheit, Unterstützung und gegenseitiges Ermutigen setzt, kannst du mentale Stärke aufbauen und lernen, deine Bedürfnisse ernst zu nehmen.
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