GEFÜHLE PER SWIPE: WAS DATING-APPS MIT UNS MACHEN

Wie Dating-Apps unsere Psyche beeinflussen
Swipe, Swipe, Swipe - Match!?

Online-Dating hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Methoden entwickelt, um neue Partner zu finden. Besonders junge Menschen nutzen das große Angebot verschiedenster Anbieter intensiv, um ihren Traumpartner oder auch nur eine flüchtige Bekanntschaft zu finden. Doch was macht die ständige Suche nach dem perfekten Match eigentlich mit unserer Psyche? Von der süßen Bestätigung bis zum frustrierenden Ghosting – hier erfährst du, was hinter den Kulissen der virtuellen Liebe passiert.

Selbstbestätigung & Angst vor dem Alleinsein

Ein bisschen Selbstbestätigung gefällig? Her mit dem Online-Dating! Sich durch die verschiedenen Profile zu swipen, kann nicht nur Spaß machen, sondern auch das Selbstbewusstsein stärken. Je mehr geswiped wird, desto größer werden die Chancen auf ein „Match“ - zwei Personen zeigen gegenseitiges Interesse und eröffnen damit die Möglichkeit, sich zu texten und zu treffen. Steigt die Anzahl der Matches, kann sich dies positiv auf die Emotionen der Nutzer:innen auswirken und das Gefühl, begehrt zu werden, steigt. Besonders für diejenigen, die unter Selbstzweifeln leiden, können Matches also einen enormen Auftrieb bedeuten.

Während die Angst vor dem Alleinsein für viele Nutzer:innen eine große Rolle im Online-Dating spielt, kann die ständige Möglichkeit, jemand Neues kennenzulernen, dieses Gefühl besänftigen. Die nächste Bekanntschaft ist schließlich nur einen Wisch entfernt! Aber was ist, wenn keine oder nur wenige Matches zustande kommen? Wenn die Angst davor, allein zu sein, zu groß wird, besteht die Gefahr, dass man sich zu sehr auf die Meinungen und Reaktionen anderer verlässt. Und das kann dazu führen, dass man sich selbst verliert und die eigene Wertschätzung vernachlässigt. Achtsamkeit ist geraten: Anstatt nach äußerer Bestätigung zu suchen, kann es sich auch lohnen, an der eigenen Selbstliebe zu arbeiten.

Entfremdung & Oberflächlichkeit

Wir alle kennen es – in dem Trubel des Alltags Zeit für sich zu finden, ist oft gar nicht so leicht. Aber ein paar Swipes zwischendurch schaden ja nicht, oder? Oftmals muss es dann aber eben schnell gehen und da bleibt kaum Zeit, sich mehrere Profile im Detail anzusehen. Schnell entscheidet also nur das Foto darüber, ob jemand interessant erscheint oder nicht und die Möglichkeit, jemanden wirklich kennenzulernen, rückt in den Hintergrund. Im Vordergrund steht dann stattdessen häufig das äußere Auftreten und oberflächliche Merkmale. Diese Oberflächlichkeit kann dazu führen, dass eine verzerrte Wahrnehmung von Beziehungen entwickelt wird. Und wenn der Funke nicht sofort überspringt, zieht man eben weiter.

Der Kaufhaus-Effekt und Ghosting

Die immens große Auswahl an potenziellen Partnern lässt sich mit dem Phänomen des Kaufhaus-Effekts beschreiben. Die Auswahl scheint endlos und kann überwältigend sein. Ständig auf der Suche nach der besten Option, fällt es vielen schwer, sich auf eine Person einzulassen. Die Angst, etwas Besseres zu verpassen, führt folglich zur Unzufriedenheit und kann echte Beziehungen verhindern. So schnell wie ein Match entsteht, kann es nämlich auch aufgelöst werden. Und wenn die Kommunikation, dass es doch nicht passt, zu unangenehm wird, ist es für viele einfacher, eben gar nicht zu kommunizieren.

Dieser besonders unangenehme Aspekt des Online-Datings wird als Ghosting beschrieben. Dabei verschwindet eine Person plötzlich und ohne Erklärung aus dem Leben, bzw. der Bildfläche des anderen. Dieses Verhalten kann für den Zurückgelassenen sehr schmerzhaft und verwirrend sein. Es hinterlässt viele Fragen und nagt am Selbstwertgefühl. Ghosting kann auch langfristige Auswirkungen haben. Es kann das Vertrauen in zukünftige Beziehungen untergraben und dazu führen, dass man vorsichtiger und misstrauischer wird. Die Angst, wieder geghostet zu werden, kann außerdem Anlass dazu sein, sich weniger zu öffnen und dadurch Chancen auf echte Verbindungen zu verpassen. Wir raten: Ghostet nicht, sondern kommuniziert!

Online-Dating-Burnout

Schon ewig im Business des Online-Datings, doch immer noch niemanden gefunden? Auch das ist keine Seltenheit. Viele Nutzer:innen, die diese Erfahrung gemacht haben, fühlen sich emotional erschöpft und frustriert von den oberflächlichen Interaktionen und den ständigen Enttäuschungen. Diese Erschöpfung kann dazu führen, dass man sich vorübergehend oder dauerhaft vom Online-Dating zurückzieht. Es ist wichtig darauf zu achten, dass das allgemeine Wohlbefinden nicht beeinträchtigt wird und zu einer negativen Einstellung gegenüber Beziehungen führt. Achtet auf eure mentale Gesundheit und gönnt euch auch einmal Pausen, um nicht in diesen Teufelskreis zu geraten.

Die richtige Balance finden

Online-Dating bietet viele Möglichkeiten, bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Es ist wichtig, eine Balance zu finden und sich nicht von der digitalen Welt vereinnahmen zu lassen. Echte, tiefe Verbindungen entstehen oft abseits des Bildschirms. Auch zwischen dem einen oder anderen Swipe, haben sich schon einige gefunden! Macht euch aber bewusst, dass Selbstbestätigung und echte Beziehungen nicht allein von Matches und Likes abhängen. Weniger Oberflächlichkeit, mehr Authentizität und ein gesundes Maß an Selbstreflexion können helfen, das Beste aus dem Online-Dating herauszuholen. Letztendlich sollte man darauf vertrauen, dass das echte Leben die besten Geschichten schreibt.

Euer w wie weiblich Team

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