Dabei handelt es sich um eine Veränderung, die entsteht, wenn der Östrogenspiegel sinkt und es zu einer Ausdünnung der vulvovaginalen Schleimhäute kommt. Die vaginale Atrophie äußert sich durch Trockenheit, Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Sie kann das Risiko für Entzündungen erhöhen. Vaginale Atrophie tritt häufig während der Menopause auf und kann auch in Situationen vorkommen, in denen die Östrogenproduktion vermindert ist (z. B. während der Stillzeit oder nach der operativen Entfernung der Eierstöcke vor dem natürlichen Eintritt der Menopause)
Vulvaschmerz, auch Vulvodynie genannt, bezeichnet chronische Schmerzen oder anhaltende Beschwerden im Bereich des Scheideneingangs (vaginaler Introitus), für die keine eindeutige Ursache festgestellt werden kann und die seit mindestens drei Monaten bestehen. Bei Frauen nach der Menopause wird Vulvaschmerz häufig mit niedrigen Östrogenspiegeln und der daraus resultierenden vulvovaginalen Atrophie in Verbindung gebracht.
Vulvovaginale Trockenheit ist ein häufiges Problem, das durch unzureichende Befeuchtung der vaginalen und vulvären Gewebe entsteht, hauptsächlich aufgrund niedriger Östrogenspiegel. Sie tritt daher oft während der Menopause auf, kann aber auch während der Stillzeit, bei Einnahme der Antibabypille oder im Zusammenhang mit bestimmten medizinischen Behandlungen auftreten. Auch eine Intimhygiene mit ungeeigneten Produkten (aggressive oder parfümierte Produkte usw.) kann vulvovaginale Trockenheit verursachen.